Neue Ziele: Erster Schultag für E-Phasen und Vorkurs

Neue Ziele: Erster Schultag für E-Phasen und Vorkurs

Neue Wege schlagen 140 Schüler*innen mit ihrem ersten Schultag am Hannover Kolleg oder Abendgymnasium Hannover ein. Das Schuljahr 2022/23 bedeutet für sie den Start in eine zweite Schulzeit. Auch wenn die Schultüten kleiner ausfielen als bei der ersten Einschulung: Die Neugier und Spannung im Hinblick auf Lehrkräfte, Mitschüler*innen und den Unterricht in der E-Phase bzw. im Vorkurs waren ähnlich. Die bisherigen Lern- und Berufserfahrungen aller „Neuen“ sind unterschiedlich. Ihr Ziel ist jedoch gleich. An den Gymnasien für Erwachsene wollen sie in zwei bis vier Jahren die Fachhochschulreife oder das Abitur absolvieren.

Neuer Blick auf‘s Lernen

„Ihr Gehirn wird sich verändern. Sie werden nicht nur Wissen, sondern auch Kompetenzen erwerben“, sagte Schulleiter Udo Menski den neuen Schüler*innen voraus. Er warb in seiner Begrüßungsrede für Neugier auf neue Fächer und veränderte Blickwinkel auf vermeintliche Problemfächer. Dass Anstrengungen und Umstellungen vor allen liegen, verschwieg er nicht. Aber er machte Mut. Drei zentrale Ressourcen seien im Laufe einer erfolgreichen Schulzeit wichtig: die eigene Motivation und Arbeit, die Unterstützung durch die Lehrkräfte und die Klassengemeinschaft. „Die Klassen, die zusammenhalten und sich gegenseitig unterstützen, haben größere Chancen, die Qualifikationsphase zu erreichen. Das Einzelkämpfertum sollten sie schnell ablegen“, so Menski.

Dass es durchaus Zeit braucht, sich nach der ersten Schulzeit und einer – teils mehrjährigen – Lernpause wieder an die Schule zu gewöhnen, wissen die Pat*innen aus den Jahrgängen 12 und 13. Sie stehen „den Neuen“ nicht nur am ersten Schultag, sondern während des gesamten Schuljahres mit Informationen und Ratschlägen zur Seite.

Aktiv und kontinuierlich lernen

Und auch die Absolvent*innen, die im Juli ihre Schullaufbahn am Hannover Kolleg oder Abendgymnasium erfolgreich abgeschlossen haben, gaben den neuen Schüler*innen in schriftlichen Willkommensbotschaften Tipps mit auf den Weg. Der Tenor: Es brauche Zeit um anzukommen. Zu viel eigener Druck schade. Aber wer kontinuierlich lerne, am Ball bleibe und aktiv mitarbeite, erfülle zentrale Voraussetzungen, um Erfolg zu haben. „Ihr braucht eine gute Portion Zeitmanagement, Motivation und Kommunikationsfähigkeit.“, rät Cecilie aus dem Abiturjahrgang 2022. Und Abiturient Marcel betont aufgrund eigener Erfahrungen: „Zu wissen, wofür man es tut, macht es deutlich einfacher. Denkt nicht ans Aufgeben, nur weil es in ein oder zwei Fächern mal nicht läuft. Jeder hat seine Stärken und Schwächen und das ist in Ordnung so. Aber: Alles ist machbar.“

Das Schulmotto der Gymnasien für Erwachsene wird die Schüler*innen durch die kommenden Jahre begleiten: Wissen erwerben, Horizonte erweitern, selbstgesteckte Bildungsziele erreichen in einer Schule der Ermutigung.

[Die Bilder der Einschulung am Hannover Kolleg werden in den nächsten Tagen noch ergänzt!]

(scr, 30.08.2022)

 

Einführungsphase und Vorkurs: wichtige Dokumente zum Schulstart

Einführungsphase und Vorkurs: wichtige Dokumente zum Schulstart

Am 25. August 2022 ist es soweit: Das neue Schuljahr beginnt und wir freuen uns, alle neuen Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase und des Vorkurses willkommen zu heißen! Sicher sind Sie bereits sehr gespannt auf Ihre neue Schule und Ihre neuen Mitschüler*innen. An den ersten beiden Schultagen werden Sie die Gelegenheit haben, sich mit den neuen Abläufen und den neuen Menschen vertraut zu machen.

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Zwischen Industrieästhetik, Shoa und Menschlichkeit: die „Rosebusch Verlassenschaften“

Zwischen Industrieästhetik, Shoa und Menschlichkeit: die „Rosebusch Verlassenschaften“

Besuch bei den „Rosebusch Verlassenschaften“

Kurz vor den Ferien besuchten der Kunst- und der Geschichtsleistungskurs sowie zwei 11. Klassen das Kunstprojekt „Verlassenschaften“ in Hannover-Ahlem. In einer ehemaligen Fabrikhalle hat das Künstlerpaar Hans und Almut Breuste Industrieobjekte in Limmer (Metallteile, Stoffballen, Schrauben etc.) mit historischen Fotos, Textzitaten und Gemälden verbunden. Der Holocaust ist eine mögliche Verknüpfung. So heißt eine Teilausstellung „Litzmannstadt“ und erinnert an das ehemalige Ghetto Lodsch in Polen. Häufig finden sich Texte des Auschwitzüberlebenden Primo Levi oder von Anne Frank.

Besondere Stimmung und Interpretationsfreiheit

Die „Verlassenschaften“ verbreiten eine sehr besondere Stimmung. Im Unterschied zu Erinnerungsorten oder Gedenkstätten erlaubt sie eine freiere Interpretation. Die Schülerinnen und Schüler fühlten sich an aktuelle Ereignisse erinnert, wie den Krieg in der Ukraine. Ein Workshop bot verschiedene Möglichkeiten, sich mit der Ausstellung auseinanderzusetzen: Viele malten und zeichneten, es entstanden aber auch spontane Texte. Zudem war es möglich, die Industrieprodukte – die Ausstellungsstücke selber – neu zu arrangieren.

Bereichernder Fächerübergriff

Die Präsentation der Schülerproduktionen am Ende des Besuchs verdeutlichte, wie sehr die Besucher des Hannover-Kollegs von den „Verlassenschaften“ beeindruckt waren – und als wie sinnvoll sich der fächerübergreifende Ansatz erwies. Die „Verlassenschaften“ werden zukünftig sicher regelmäßig zum Exkursionsziel des Hannover Kollegs.

(fel)

Link: Webseite der Rosebusch Verlassenschaften